Neben kleineren Projekten, wie Musikvideos, arbeiten wir seit nunmehr zwei Jahren an unserem Baby namens OXYTOCIN. Hierbei handelt es sich um ein Langzeitprojekt im Serienformat, das den Zuschauer in einen visuellen Alptraum führen wird. Hintergrund der Handlung ist eine Welt nach dem atomaren Supergau in einem bisher unbekannten Paralleluniversum: Eine Gang halbstarker Schwerverbrecher unterwegs, um der schon ausgiebig leidenden Umwelt den Rest zu geben.

In dem sich momentan in Umsetzung befindenden Kurzfilm (Chapter Zero) soll die Geschichte bis zum Atomschlag erzählt werden. Dabei treffen mexikanische Bordellbesucher auf cholerische Zuhälter und Ordnungshüter, maskuline Straßennutten auf sechsarmige Sexmonster und ein mächtiges Ungeheuer zeigt allen wo sein Hammer hängt und entdeckt dabei seine Muttergefühle. Das alles geschieht in einer Stadt des architektonischen und gelebten Brutalismus, wo Teer, dichter Industrienebel und grüne Faulgase den Alltag der Bewohner nach bestem können gestalten und versüßen.

 

Nach erfolgreicher Crowdfunding Kampagne und einigen Umstrukturierungen im Team begann die eigentliche Produktion von OXYTOCIN im Winter 2014. Wir entschlossen uns, die Handlung in einer eigens dafür gebauten Kulisse stattfinden zu lassen. Zum Tragen kommt dabei eine kleine Modellstadt sowie ein Straßenzug im Maßstab 1:16. Die filmische Umsetzung der Geschichte wird anhand einer Fusion aus klassischer Stop-Motion Technik, computergenerierten Objekten und gefilmten menschlichen Charakteren in Kulisse sowie vor dem Greenscreen stattfinden.

 

Momentan befinden wir uns im Abschluss der Konstruktionsphase (Stand März 2017), also dem Bau der Kulisse eines Großteils der Handlung. In den nächsten Monaten wird an den Charakteren gefeilt. Während dieser Phase werden wir immer wieder Szenen für den endgültigen Film drehen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Dreharbeiten abgeschlossen sowie weite Teile der Post-Production dann erledigt sein, so dass das “nullte” Kapitel des Epos an die Nachwelt übergeben werden kann.