The Boys, the Body, the Barrel and the Boat

Am letzten schönen Septembertag 2018 fuhren wir an einen See in der Nähe von Strausberg, um ein paar Unterwasseraufnahmen für OXYTOCIN zu drehen. Mit dabei hatten wir eine kleine wasserdichte Kamera, ein Schlauchboot, einen bekannten Schauspieler und ein Fass mit etwas radioaktivem Abfall. Die letzten beiden Dinge sollten Requisiten für eine typisch deutsche Unterwasserlandschaft sein.
Während meine beiden Kollegen den Filmkram erledigten war es meine Aufgabe, für die Sicherheit auf dem See zu sorgen, wozu ich das Gummiboot brauchte. Nach einigen Szenen mit “The Body” Til Schweighöfer als grüner Wasserleiche wurde das Fass ins Wasser gerollt, welches jedoch sogleich abtauchte und nicht mehr wiederkehrte. Denn was wir erst zu spät bemerkten war, dass sich wenige Schritte vom seichten Uferrand entfernt ein höllischer, sicher mehrere hundert Meter tiefer, Abgrund befand, der alles verschlang, was in seine Nähe rollte. Den Giftmüll konnten wir somit vergessen. Nichtsdestotrotz drehten wir ein paar schaurige Szenen im Wasser und ließen uns von der Sonnen den Pelz verbrennen. Unter grausamen Schmerzen fuhren wir heim und pellten uns gegenseitig zum Eierabend einen up.

Das Team mit Schauspielerlegende Til “The Body” Schweighöfer (Mitte)